Herr Freitag empfiehlt Fisch

Ein paar Planken am azurblauen Wasser, vom Licht zahlloser Sonnentage gebleicht. Darauf ein verwittertes Holzschild: „Soneva Fushi International Airport“. Das ist natürlich ein Witz, vor dem winzigen Ponton landet nur ein kleines Wasserflugzeug. Willkommen auf Kunfunadhoo Island im Baa Atoll auf den Malediven.

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Ihre Schuhe brauchen Sie jetzt nicht mehr, die landen im Stoffsäckchen. Stecken Sie Ihr Smartphone dazu, mit dem Empfang hapert es hier sowieso. „No news, no shoes“ lautet die Philosophie, die seit über 20 Jahren auf dieser ein Kilometer langen Koralleninsel im indischen Ozean gelebt wird.

65 Villen stehen dort am Strand, eingebettet ins Dschungelgrün. Es war das erste Resort für Eva Malmström Shivadsani, die mit Herzblut und Phantasie jede Villa individuell gestaltet hat. Sie lässt bunte Falter durch die offenen Bäder fliegen, die Waschbecken stehen auf einer Insel in einem Teich und man duscht openair unter Palmenwedeln. Auf den privaten Terrassen entspannt es sich ganz locker auf den Daybeds, die mit dicken Kissen gepolstert sind. Bei den größeren Villen glückt der Sprung in den eigenen Pool am besten per Wasserrutsche vom ersten Stock. Eva denkt immer in großen Dimensionen, so hat die kleinste Villa schon 245 Quadratmeter Lebensraum und gipfelt bei 5540 Quadratmetern in der Private Reserve.

Der Butler heißt hier Mr. Friday. Robinson-Crusoe lässt grüßen! Mr. Friday sorgt dafür, dass es an nichts fehlt und erklärt Ihnen die Insel samt Spa, Naturerlebnissen und neun Restaurants. Vertrauen Sie ihm, wenn er für den ersten Abend ein Panorama-Dinner im „Fresh in the Garden“ empfiehlt: Der Ausblick zwischen den Wipfeln der Bananenpalmen ist romantisch. Dazu gibt es Rotbarsch aus dem Baa Atoll, serviert mit frisch gepflückten Inselkräutern – köstlich. Vom Lokal aus führt ein Stelzenweg zum Observatorium, wo Sie Jupiters Monde zählen können. Ein Erlebnis für die Großen aber auch für die Kleinen.

Überhaupt liebt der Nachwuchs die Insel, denn sie ist ein Entdeckerreich: Zum Schnorcheln, Kajak fahren und Sandburgenbauen kommt neuerdings noch ein Kinderpark mit Wasserrutschen und Abenteuertunnel hinzu.

Neu im Programm ist auch „Soneva in Aqua“, die hauseigene, 19 Meter lange Yacht. Der supermoderne, edle Segler kann für Tagesausflüge im Baa Atoll gemietet und auch, wie ein kleines Hotel auf dem Wasser, mit zwei Gästekabinen zur Übernachtung genutzt werden. Ein Badeurlaub wird es dann bestimmt – wer nicht im Meer schwimmen geht, taucht später im Rumpf des Schiffes unter. Da ist eine Glasbadewanne eingelassen, deren Zugang vor dem Bett sich per Knopfdruck öffnet. Mit ein bisschen Beleuchtung am Abend nimmt man sein Schaumbad also zusammen mit den Fischen. Einmalig!