Die glorreichen Vier

Nach Neuseeland kommt man, um unberührte Natur in sich aufzusaugen. Am besten bei einer Rundreise von einer Lodge zur anderen. Wir stellen vier Topadressen vor, die ihren Gästen den Abschied schwer machen

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Eagles Nest, nördliche Nordinsel:
Die Spektakuläre

Mitten in der Bay of Islands, nur 45 Autominuten vom Flughafen Kerikeri, thront Eagles Nest, ein Anwesen mit fünf Villen auf einem Hügel. Die Gegend um den viktorianischen Hafenort Russell, hoch im Norden, ist ideal für Wassersportler, Golfer, Reiter und Sonnenanbeter. Viel Glas prägt die Architektur, die weite Blicke auf die zerklüftete Inselwelt gewährt. Keine Villa gleicht der anderen. Die größte heißt Rahimoana (o.) und trumpft mit 25-Meter-Pool, Privatstrand und Hubschrauberlandeplatz auf. Ein Restaurant gibt es nicht, dafür gut gefüllte Kühlschränke und auf Wunsch einen eigenen Koch. Bei der Rahimoana sind Drei-Gänge-Menüs und der Porsche Cayenne vor der Tür bereits inkludiert. Das Resort arrangiert Ausflüge mit Maoris, Angel- und Golftrips. Sogar mit Delfinen kann man hier schwimmen.

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Huka Lodge, mittlere Nordinsel:
Die Prominente

Queen Elizabeth hat es getan, Michael Douglas und Bill Gates: Sie standen in Anglerhosen im Waikato River und warfen ihre Fliegenruten aus. Denn nur selbst gefangene Regenbogenforellen werden in der Huka Lodge aufgetischt. Das exquisite Refugium, das 75 Helikopterminuten von Auckland entfernt im Landesinneren an den Huka Wasserfällen liegt, ist seit den 80er-Jahren Treffpunkt für VIPs aus aller Welt. Hier genießen sie die Bilderbuchumgebung des Lake Taupo und schwingen unbehelligt von Paparazzi das Eisen auf Neuseelands bestem Golfplatz Wairakei. Zwei große, sehr private Cottages und 19 Suiten gehören zur Lodge, und im Haupthaus kocht der Brite Paul Froggatt, der in Sternerestaurants von Devon bis Hongkong gelernt hat. Der beste Tisch für das Dinner steht ganz nah bei den Forellen: am Flussufer.

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Wharekauhau, südliche Nordinsel:
Die Natürliche

Man nehme den Helikopter, denn der zehnminütige Flug von Wellington zur Palliser Bay ist feinstes Naturkino: Rechts unten schimmert das blaue Meer, links endloses Grün mit zahllosen weißen Punkten. Die Wharekauhau Lodge liegt im Weide- und Weinbaugebiet Wairarapa, und je näher sie rückt, umso lebendiger werden die Punkte: Hunderte Schafe tummeln sich auf der Farm mit 13 Suiten. Zwei Tage braucht man, um den Namendes Hideaways richtig auszusprechen, weitere vier, um es zu erleben: Die Pferde satteln und mit ihnen am Strand entlang galoppieren. Mit dem Quad die Länderei erforschen und an der wilden Küste kräftig Gas geben. Angeln gehen, über Berge kraxeln, Tontaubenschießen. Abends dann der Genuss: Risotto mit geräucherten roten Beeten, Kalbskoteletts, Lebkuchen mit gerösteter Baumtomate… hmm!

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Matakauri Lodge, südliche Südinsel:
Die Abenteuerliche

Nicht nur Fans von „Der Herr der Ringe“ sehen in dem Städtchen Queenstown einen Wallfahrtsort. Einige Szenen der Filmtrilogie wurden im Umkreis gedreht, vor allem aber beseelt die Gegend Abenteurer, die ihren Adrenalinspiegel mit Fallschirmspringen, Bungee Jumping, Rafting oder Paragliding hochjazzen. Die Matakauri Lodge, 20 Autominuten vom Flughafen Queenstown entfernt, ist die erste Adresse in diesem Out-door-Paradies. Malerisch und ruhig liegt sie mit acht Cottages und drei Suiten am Wakatipu-See. In seinem Tiefblau spiegeln sich die imposanten Falten der Neuseeländischen Alpen. Wer vom Wandern oder Skifahren zurückkehrt, freut sich über ein Bad im geheizten Außenpool und eine Tiefenmassage im Spa. Die Lodge organisiert Helikoptertouren zum Milford Sound, dem schönsten Fjord Neuseelands.