Ciao im Luftschlösschen

Aus einem verfallenen Chalet in den Dolomiten machten Stefano und Giorgia Barbini die San Lorenzo Mountain Lodge – das schönste Ferienhaus Südtirols…

Einmaliger Chalet Ausblick, ein Erlebnis von C&M Travel Design

Wie verzaubert erscheint das Chale im Winter. C&M Reise ermöglicht den Urlaub in diesem exklusiven Hideaway.

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Die Leute im Tal schüttelten verwundert die Köpfe: Da hatten also tatsächlich zwei Römer diese Bruchbude auf der Alm gekauft. Für die Talbewohner war das verwahrloste Jagdchalet aus dem 16. Jahrhundert eine Ruine. Für das Paar aus Rom war es ein verwunschenes Schloss. Man musste es nur erlösen. Stefano und Giorgia Barbini ahnten nicht, dass es umgekehrt kommen sollte: Das Chalet im Südtiroler Pustertal würde sie erlösen. Beide arbeiteten als Manager in der Modebranche, ein Stressjob. Das Haus sollte ihr Ferienrefugium sein, indem sie Zeit für sich und ihre drei Kinder hätten. Anfangs war es das auch. Zwar fehlten noch Bäder und Heizung, das alte Dach musste komplett erneuert werden und der Rest war nur mit größter Mühe und Segen vom Denkmalschutzamt zu retten. Doch je häufiger die Familie auf der Baustelle kampierte, desto schwerer trennte sie sich. Eingebettet in 17 Hektar Wald und Wiesen, wurde das Raum für Raum wiedergeborene Chalet immer mehr zu ihrem Lebensmittelpunkt – und schließlich zu ihrer neuen Heimat.
Inzwischen vermieten die Barbinis das Haus als stilvolles Hideaway für bis zu zehn Gäste. Die römische Hektik, das Hamsterrad der Modeindustrie: Vergangenheit. Stattdessen tischen sie ihren Besuchern Südtiroler Brotzeiten auf, organisieren Ausflüge und Trüffeljagden, heizen mit Holz aus dem eigenen Wald den Kamin. Holzhacken kannte Stefano nur von Antistress-Seminaren, jetzt ist er Profi darin. Sein Sommelier-Talent beweist er im ehemaligen Ziegenstall. Hunderte Flaschen aus aller Welt lagern dort, mittendrin steht sein anderer Stolz: eine 250 Kilogramm schwere Speckschneidemaschine, so schick und rot, als ob sie in Maranello bei Ferrari gebaut worden wäre.

Die Lodge ist für jede Art Urlaub, zu jeder Jahreszeit ein heimeliger Rückzugsort

Die San Lorenzo Mountain Lodge thront auf 1 200 Metern, mit weitem Blick über Dolomitengipfel und Pustertal. Eine spektakuläre Bühne für den 18-Loch-Golfplatz der Barbinis. Das Design hat der prominente Golfplatzarchitekt Ron Kirby ausgeheckt, Kollege Jack Nicklaus lieferte das zweistufige Grün. Die Hanglage ist abenteuerlich, ein Slice und der Ball fliegt ins Tal. „Unsere Gäste können von unserem Heliport aus zu renommierten Plätzen fliegen“, sagt Stefano, „doch die meisten sind hier nicht mehr wegzukriegen. Der Platz ist verrückt, das fordert sie heraus.“ Ob man zum Golfen herkommt oder zum Snowboarden auf Südtirols größtem Skiberg Kronplatz, ob zum Gleitschirmfliegen, Bergwandern oder Raften: Das Chalet ist für jede Art Urlaub, zu jeder Jahreszeit ein heimeliger Rückzugsort. 1,4 Mio. Euro steckten die Barbinis in den ehemals bischöflichen Jagdsitz. Das neue Dach, in alter Art mit handgehackten Lärchenholzschindeln gedeckt, behütet 375 Quadratmeter Wohnraum. Hinter der kunstvoll geschnitzten Haustür führt ein Renaissancegewölbe zu dem gemütlich gepolsterten Teesalon und der guten Stube mit Ofen. Von der Lounge im Obergeschoss zweigen drei Doppelzimmer mit Bädern ab.
Kinder lieben die kuschelige Kammer mit Stockbetten und die „Emotionsdusche“ im Wellnessbereich: Sie versprüht Quellwasser mit Schokoladen- oder Erdbeerduft. Abgesehen von diesem Clou relaxt man im Spa authentisch alpenländisch – die Sauna aus 300-jährigem Fichtenholz wurde halb in der Wand versteckt, der Whirlpool im Lärchenholzboden versenkt. Lieber draußen baden? Kein Problem. Im Garten steht ein hochmodernes Sprudelbecken mit Panoramablick. Ist die Lodge im Winter dick in Schnee gepackt, ein besonders reizvoller Platz. Giorgia Barbini ist zuständig für das Programm, das durch den Magen geht. Sie ist die Enkelin von Gaetano Savini, einem der beiden Gründer des weltbekannten Anzuglabels Brioni. Ihre Karriere schien vorgezeichnet. Nun steht sie mit roten Backen an einem antiken Herd, über dem Kupferkasserollen baumeln, und putzt Pilze. Ihr Kalbsfilet ist ein Gedicht, ihr Risotto bei den Gästen ein Hit. Eine Ruine in den Dolomiten hat Giorgia und Stefano Barbini von ihrem Weg abgebracht. Was für ein Glück.