African Royality

Löwen relaxen im Abendrot, Elefanten schlürfen Wasser am Swimmingpool – mit solchen Szenen bezaubert Südafrika. Wer nebenbei noch stilvolle Gastfreundschaft sucht, wird bei der Royal Portfolio Collection fündig: Die Lodges umhegen Besucher mit feinster Lebensart, im Busch, an der Küste und im Weingebiet.


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Nichts geht über den Komfort des eigenen Heimes, findet Liz Biden. Da ist es nur logisch, dass sie und ihr Mann Phil ihr erstes Hotel zuhause aufmachten: Die Royal Malewane Lodge am Rande des Krüger-Nationalparks war der Feriensitz der Bidens. Seit sie ihn vor 15 Jahren für Gäste öffneten, ist viel Prominenz angereist. Carla Bruni und Nicolas Sarkozy waren da, Richard Gere und der Microsoft-Mitbegründer Paul Allen. Sir Elton John checkt sogar jedes Jahr ein – die Dusche in seinem Badezimmer ist so geräumig, dass man einen Mini Cooper darin abbrausen könnte.

Südafrikas schönste Unterkunft für Safari-Liebhaber

Das Anwesen mit zehn Suiten und einem großen Familiendomizil gilt als Südafrikas schönste Unterkunft für Safari-Liebhaber. Das ist Liz Bidens Verdienst. „Ich habe das Geld, sie den Geschmack“, scherzt Phil Biden. Tatsächlich hat seine Frau die Lodge stilvollendet eingerichtet. Vom Perserteppich auf der Veranda bis zur Ralph-Lauren-Bettwäsche im kolonialen Himmelbett stimmt hier alles. Und da Liz Biden weiß, wie gut im Busch etwas Wellness tut, hat sie auch für ein schickes Spa samt Sonnenliegen am Pool gesorgt. Trotz aller Behaglichkeit gebührt die Hauptrolle der Natur.

Gemeinsam mit den Big Five wohnen

Die Royal Malewane Lodge liegt im privaten Wildschutzgebiet Thornybush – anders als im Krüger-Nationalpark darf man hier querfeldein fahren. Vorn im Jeep sitzt der Ranger Juan Pinto, auf der Kühlerhaube der Tracker Wilson Masiya. Die beiden sind die besten Fährtenleser weit und breit. Während die raue Landschaft mit den Drakensbergen am Horizont die Blicke ihrer Gäste bannt, finden sie den Weg zu Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Gut möglich, dass der größte der Big Five aber auch nach der Pirsch vorbeischaut: Liegt der Lodge-Gast leise im Pool, tunkt manchmal ein Dickhäuter seinen Rüssel in den Überlauf.

Auch das Birkenhead House zählt zu Liz Bidens Refugien

Als die Safari-Lodge eröffnete, war Liz Biden 50. Inzwischen ist sie Mitte 60, ihr Enthusiasmus ungebrochen, und ihr ursprünglich kleines Team auf 250 Mitarbeiter angewachsen. Denn nach dem Ferienhaus 8 im Busch nahm sie das nächste Refugium in Angriff: Aus dem Stranddomizil der Familie südwestlich von Kapstadt wurde das Birkenhead House „Unsere Kinder, obwohl längst erwachsen, waren alles andere als glücklich darüber“, erzählt sie. Kein Wunder, steht das Anwesen doch auf einem Kliff im bildhübschen Städtchen Hermanus, mit weitem Blick über die Walker Bay. Selbst die UNESCO hat der Bucht bescheinigt, ein Paradies für Walbeobachter zu sein: Von Juni bis November kommen zahlreiche Glattwale mit ihren Jungen bis auf wenige Meter an das Ufer heran. Die Terrasse des Birkenhead bietet freie Sicht auf das Schauspiel. Schon von Weitem hört man die gewaltigen Meeressäuger blasen und prusten, beobachtet ihre grandiosen Sprünge, mit Glück sogar ihr Liebesspiel. Nicht leicht, sich davon loszureißen, doch auch drinnen wartet eine Show.
Die weit gereiste Hausherrin hat alle elf Zimmer und Suiten – und auch eine Villa gleich nebenan – mit Fundstücken geschmückt: Über zierlichen Rokoko9 Sofas hängen moderne Gemälde, neben Badewannen auf Löwenfüßen stehen chinesische Vasen, am zierlichen Art- Deco-Sekretär schreibt man auf Büttenpapier. Der eklektische Mix fasziniert – bis die Sonne wieder auf die Terrasse ruft. Chenin Blanc aus Stellenbosch funkelt dort im Glas, unten glitzert das Meer. Wenn es im Dunst versinkt, wird ein exzellentes Trüffelcarpacchio, gefolgt von hausgemachten Gnocchi mit Garnelen, serviert. Denn auch aufs Können ihrer Köche legt die talentierte Mrs Biden größten Wert.

Das La Residence stammt ebenso aus der Biden Feder

Zwei familiäre Häuser, die als Krönung der südafrikanischen Hotellerie gerühmt werden – das stachelte die Bidens zu neuen Taten an. 2008 begrüßten sie die ersten Gäste in der malerischen Weingegend Franschhoek. Das riesige Landgut La Residence liegt 45 Autominuten westlich von Kapstadt zu Füßen einer imposanten Bergkulisse. Diesmal modelte das Paar kein Eigenheim um, es baute neu: elf Suiten und fünf Villen nebst Spa, Teich und Pool am Rande von Rebengärten. Schon die schwarz-weiß geflieste Marmorlobby im Haupthaus verrät Grandezza. In der Mitte hängt ein so atemberaubender Kristalllüster, dass man sich kurz um seine Anbringung sorgt. Von Raum zu Raum arrangiert Biden ihr Gesamtkunstwerk, das den Bogen von alttibetischen Rollbildern über Louis- XIV-Sessel bis hin zur Armani-Suite spannt. Dort liegt man dann auf Samtpolstern unter einem offenen Giebel, sieht auf die lieblichen Hänge des Franschhoek- Tals und überlegt, wofür es sich lohnt wieder aufzustehen. Ballonausflug, Golfpartie, Ausritt zu den benachbarten Weingütern?
Für weitere Anregungen ist Edward Morton der richtige Mann. Der Hotelmanager besitzt nicht nur die Gabe, aus den mitunter diffusen Vorstellungen seiner Gäste glasklare Wünsche zu destillieren. Er hat auch stets eine Überraschung parat. Wer einmal unschlüssig mit ihm in der Lobby gestanden hat und kurz darauf mit einem Museums-Oldtimer durch die Weinberge fährt, weiß, warum Liz Biden irrt: Manchmal geht eben doch etwas über den Komfort des eigenen Heimes.